Für alle statt für wenige


  • Die Corona-Pandemie hat das Thema Einsamkeit ins Bewusstsein geholt. Sitzgelegenheiten im Freien laden zu Begegnungen ein und können eine willkommene Gelegenheiten bieten, unter Einhaltung des nötigen Abstands, ins Gespräch zu kommen und allenfalls sogar Kontakte zu knüpfen.

    Wenn die Sitzbänke zudem noch klar als «Begegnungsbank» oder – wie in England, wo sie herkommt – «’Happy to Chat’Bench» deklariert werden, dann steht einer spontanen Begegnung nichts mehr im Weg.

    Solche «Begegnungsbänke» braucht unsere Gemeinde auch. Wir leben in einer attraktiven und lebenswerten Gemeinde, in der es sich auch zu verweilen lohnt. Dafür braucht es Sitzbänke im Freien.

    Die Unterzeichnenden stellen daher folgende Forderungen an den Gemeinderat:

      • Es ist zu prüfen, welche Quartiervereine sich für Sitzbänke in ihrem Quartier interessieren.
      • Es ist in Zusammenarbeit mit den Quartiervereinen abzuklären, inwiefern das Aufstellen von Sitzbänken an den gewünschten Standorten im Hinblick auf die Eigentumsverhältnisse möglich ist bzw. möglich gemacht werden kann.
      • Es ist zu prüfen, welche Kosten für die Gemeinde durch die Anschaffung eines robusten sowie nachhaltigen Sitzbankes aus einheimischen Holz und dessen Montage sowie Unterhalt anfallen unter Berücksichtigung des hiesigen Gewerbes.
      • Es ist zudem zu prüfen, inwiefern hiesige Unternehmen, Vereine oder Private die Sitzbänke sponsern würden, falls sie im Gegenzug Werbung auf den Sitzbänken anbringen können.
      • Es sind an den durch die unter Ziff. 1.1. und 1.2. evaluierten Standorten mit Hilfe von Sponsoren gemäss Ziff. 1.4. robuste und nachhaltige Sitzbänke aus einheimischen Holz anzuschaffen, aufzustellen und zu unterhalten.
      • Neben den Sitzbänken ist ein Abfalleimer anzubringen und von der Gemeinde zu bewirtschaften.
      • Die neu aufgestellten Bänke in den Quartieren sowie bereits existierende Sitzbänke an diversen Stellen in der Gemeinde (Sonnenplatz, Themenspielplatz, Mooshüsli, Emmenpark etc. ) sind als Begegnungsbank («Plauderbänkli») zu beschriften.
      • Die Bevölkerung ist in geeigneter Art und Weise darüber zu orientieren (insbes. Emmenmail).

    Im Namen der SP Fraktion:

    Natalie Vonmüllenen, Barbara Fas-Mirza, Judith Protmann, Saturnino Maria-Rosa, Judith Suppiger

    Status des Geschäfts und vollständiges Postulat

  • in der Rechnung 2020 ist im Bericht des Aufgabenbereichs in der Berufsbeistandschaft folgendes zu lesen: Im Erwachsenenschutz ist eine steigende Zahl von psychisch kranken Klienten mit herausfordernden Krankheitsdiagnosen (Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Erkrankungen im schizophrenen Formenkreis) zu beobachten. Die Wohnkompetenzen wie auch die Tagesstruktur sind bei etlichen Klienten kaum vorhanden. Wir stellen zunehmend einen Mangel an therapeutischen Fachpersonen fest (Psychiater, Psychologen, psychiatrische Spitex). Die ambulanten Angebote erreichen teilweise unsere Klienten nicht, dadurch werden sie medizinisch und betreuerisch zu wenig unterstützt. Aus unserer Sicht handelt es sich hier um besorgniserregende Zustände, vor allem auch deshalb, da es sich bei den Krankheitsdiagnosen um schwerwiegende psychische Erkrankungen handelt.
    Deshalb möchten wir vom Gemeinderat gerne folgende Fragen beantwortet haben:

    • Was unternimmt die Berufsbeistandschaft, um die Wohnkompetenzen / die Tagesstruktur
      der Klienten zu verbessern?
    • Ist dies nur mit betreutem Wohnen zu erreichen oder gibt es andere niederschwellige
      Möglichkeiten?
    • Handelt es sich dabei um ein gemeindespezifisches Problem, ein kantonales oder ist diese
      Entwicklung schweizweit zu beobachten?
    • Ist die Berufsbeistandschaft mit anderen Gemeinden/Kantonen im Austausch was den
      therapeutischen Fachkräftemangel betrifft? Wenn ja, wie sieht es in anderen
      Gemeinden/Kantonen aus?
    • Gibt es einen Verband, eine übergeordnete Stelle, die sich mit dieser Problematik befasst?
    • Was ist der Grund, dass die ambulanten Angebote die Klienten nicht erreichen? Wie kann
      das verbessert werden?

    Aktueller Status des Geschäfts

    Im Namen der SP Fraktion:
    Barbara Fas
    Judith Portmann 2
    Maria-Rosa Saturnino
    Lisa Müller
    Judith Suppiger
    Natalie Vonmüllenen